Ursache und Entstehung

Bislang konnte die medizinische Forschung die Ursachen für das Auftreten einer rheumatoiden Arthritis nicht vollständig klären. Experten gehen jedoch davon aus, dass bestimmte Autoimmunprozesse hierbei eine Rolle spielen. Bei Rheuma bekämpft das Immunsystem körpereigenes Gewebe. Einem gesunden Immunsystem ist es möglich, fremde von körpereigenen Substanzen zu unterscheiden.

Rheuma Ursache

Rheuma Ursache

Bei einer rheumatoiden Arthritis erkennt das Immunsystem bestimmte körpereigene Substanzen als fremd an und reagiert darauf in Form einer Entzündung. Entsprechend fehlgesteuerte Immunzellen setzen sich in den Gelenken ab und produzieren dort Stoffe, die eine Entzündung fördern. Durch diese Entzündungen kann die Innenhaut der Gelenke stark wuchern und im Laufe der Jahre und Jahrzehnte werden Bänder, Knochen und Knorpel des betroffenen Gelenks mehr und mehr zerstört.

Für diese Fehlsteuerung des Immunsystems können verschiedene Komponenten verantwortlich sein. Dies beginnt bei schädlichen Umwelteinflüssen und endet bei einer gewissen erblichen Veranlagung. Was genau zum Ausbruch einer Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis führt, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass mehrere Faktoren die Fehlsteuerung des Immunsystems begünstigen.

Die Ursachen für das Auftreten verschiedener rheumatischer Symptome

In der klassischen Medizin existieren zahlreiche Belege für die entzündlichen Ursachen bei rheumatischen Erkrankungen. Verschiedene rheumatische Symptome können beispielsweise nach einer bakteriellen Infektion auftreten. Auch das rheumatische Fieber, also eine akute Polyarthritis, ist vielfach bei Patienten zu beobachten, die aktuell unter einer bakteriellen Infektionen leiden. Diese rheumatischen Symptome sind gewissermaßen eine Reaktion des Körpers auf eine bakterielle Überschwemmung. Der Auslöser hierfür ist eine bakterielle Entzündung.

Spezifische rheumatische Symptome können auch als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen, wie beispielsweise Osteoporose, Depressionen oder Morbus Parkinson auftreten. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass durch Verletzungen Rheuma ausgelöst werden und rheumatische Symptome durch mangelnde Bewegung verstärkt werden können.

Die Ursachen für rheumatische Erkrankungen aus Sicht der Naturheilkunde

Der Stoffwechsel eines Menschen produziert durch eine erhöhte Zufuhr an eiweißhaltiger Ernährung vermehrt Harnsäure, die über den Harnstoffzyklus in der Leber abgebaut wird. Der Stoffwechsel ist in einem sauren Milieu erschwert und verlangsamt. Durch einen schlechten Stoffwechsel wiederum werden mehr Säuren produziert. Diese Säuren müssen durch Puffersysteme im Körper neutralisiert werden, was durch Ausscheidung über die Haut, den Darm oder die Leber oder durch Ablagerung im Bindegewebe geschieht. Dies wiederum hat eine latente Bindegewebsübersäuerung zur Folge. Das Bindegewebe wird mehr und mehr zu einem „Endlager“ für Säuren und ist daher in seiner ausgleichenden und regenerativen Funktion eingeschränkt. Hierdurch steigt letztlich die Neigung zu Entzündungen an. Dasselbe lässt sich auch bei Personen beobachten, die ein hohes Maß an tierischen Fetten zu sich nehmen. Auch hierdurch steigt die Entzündungsneigung deutlich an. Omega 3 Fettsäuren und Zink hingegen bewirken genau den gegenteiligen Effekt: Die Neigung zu Entzündungen sinkt durch diese beiden Stoffe.