Therapie

Bei der Therapie einer rheumatischen Erkrankung werden vor allem zwei Ziele verfolgt: Zum einen die Reduzierung von Schmerzen und zum anderen das Erhalten der Beweglichkeit des Patienten.

Baustein 1: Medikamentöse Therapie

Heutzutage existieren verschiedene Medikamente, die vom Arzt verordnet werden und die schmerzhafte Symptomatik einer rheumatischen Erkrankung eindämmen können.

Neben den gängigen Schmerzmitteln wird zu diesem Zweck auch Kortison angewendet. Dieses kann vor allem bei akuten Schmerzzuständen und Rheumaschüben wirksam sein, da es entzündungshemmende Eigenschaften hat.

Rheuma Therapie

Rheuma Therapie

In der Regel wird das Medikament vom Arzt direkt in das betroffene Gelenk gespritzt. Darüber hinaus erhält der Patient verschiedene Medikamente, die er dauerhaft und regelmäßig einnehmen muss. Durch diese kann ein neuer Krankheitsschub verhindert und die symptomatischen Beschwerden gelindert werden. Der Stand der Forschung ist in dieser Hinsicht bis heute nicht abgeschlossen. Immer wieder werden neue Medikamente entwickelt, welche die individuellen Beschwerden bei einer rheumatischen Erkrankung lindern können.

Als Hausmittel kann bei akut entzündeten Gelenken eine Kältebehandlung, beispielsweise mit Eisbeuteln hilfreich sein.

Baustein 2: Physio- und Ergotherapie

Die rein medikamentöse Therapie kann bei einer rheumatischen Erkrankung nur die akuten Schmerzen lindern, jedoch nicht die Beweglichkeit des Patienten erhalten. Dies kann nur im Rahmen physiotherapeutischer Maßnahmen geschehen. Entsprechend ist die Physiotherapie ein wichtiger Bestandteil der Therapie rheumatischer Erkrankungen. Im Rahmen der Krankengymnastik kann der Rheumapatient speziell auf ihn und sein jeweiliges Krankheitsbild abgestimmte Übungen erlernen, die er auch Zuhause regelmäßig durchführen sollte. Natürlich erfordert dies aktive Mitarbeit und eine gewisse Disziplin vom Patienten. Jedoch kann nur hierdurch die Beweglichkeit des Patienten bis ins hohe Alter hinein erhalten bleiben.

Darüber hinaus kann eine Ergotherapie Erfolge bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen zeigen. Hierbei lernt der Patient, so lange wie möglich im Alltag selbstständig zu bleiben. Vor allem bei Patienten, die stark von rheumatischen Beschwerden betroffen sind, werden alltägliche Bewegungen, wie beispielsweise Essen, das An- und Ausziehen sowie das Greifen geübt.

Sollte sich Flüssigkeit im betroffenen Gelenk angesammelt haben, kann eine Punktion Erleichterung für den Patienten schaffen. Hierbei wird die Flüssigkeit mithilfe einer dünnen Kanüle aus dem schmerzenden Gelenk gesaugt.

Sollte ein Gelenk durch die rheumatische Erkrankung bereits sehr stark zerstört sein, kann in einigen Fällen eine Operation notwendig sein. In diesem Fall wird das erkrankte Gelenk durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Im Anschluss hieran muss der Patient in der Regel mehrwöchige Rehabilitationsmaßnahmen durchführen.

Ist das Vorbeugen von rheumatischen Erkrankungen möglich?

Grundsätzlich lässt sich eine rheumatische Erkrankung nicht vorbeugen. Wenn in der Familie jedoch gehäuft rheumatische Erkrankungen auftreten sollten, ist man gut damit beraten, bereits bei den ersten typischen rheumatischen Symptomen einen Facharzt aufzusuchen und diese von ihm abklären zu lassen. Um seine Gelenke möglichst lange beweglich zu halten, ist regelmäßige Bewegung, wie beispielsweise Fahrradfahren, Spazierengehen oder Ausdauersport sehr empfehlenswert.