FAQ

Sind nur ältere Personen von rheumatischen Erkrankungen betroffen?

Ein klares Nein. Die Veranlagung für Rheuma kann vererbt werden. Aus diesem Grund können auch jüngere Personen oder kleine Kinder von Rheuma betroffen sein. Nicht immer muss die Krankheit jedoch ausbrechen, auch wenn die genetische Veranlagung hierzu in die Wiege gelegt wurde.

Befällt Rheuma nur die Knochen des Betroffenen?

Nein, Rheuma kann auch Gelenke und weiches Gewebe, wie Bänder und Sehnen, betreffen. In manchen Fällen können auch die Organe, wie Herz und Lunge oder die Augen von rheumatischen Beschwerden betroffen sein.

Sind rheumatische Erkrankungen heilbar?

Nein, bisher ist es der Medizin nicht möglich, Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis zu heilen. Nichtsdestotrotz kann die Lebensqualität des Betroffenen deutlich erhöht werden. Dies geschieht zum einen durch eine medikamentöse und zum anderen durch eine physiotherapeutische Therapie.

Warum ist Bewegung das A und O bei rheumatischen Erkrankungen?

Wer rastet, der rostet. Dies gilt insbesondere für Personen, die unter rheumatischen Erkrankungen leiden. Es ist wichtig, dass die Gelenke regelmäßig bewegt werden, wenn man von einer rheumatischen Erkrankung betroffen ist. Fehlt diese regelmäßige Bewegung, versteifen die Gelenke und Knochen im Laufe der Jahre immer mehr und die Beweglichkeit des Patienten wird entsprechend immer mehr eingeschränkt.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen?

Nach wie vor wird der Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Erwiesen ist, dass beispielsweise Zink und Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmende Eigenschaften haben und die Ausprägung der rheumatischen Erkrankung daher mindern können. Ein Übermaß an tierischen Fetten hingegen hat genau das Gegenteil zur Folge: Die Entzündungen in den Gelenken werden hierdurch verstärkt.

Was hat es mit dem Rheumafaktor auf sich?

Hierbei handelt es sich um Antikörper, die bei verschiedenen rheumatischen Erkrankungen im Blut des Patienten nachgewiesen werden können. Die Ab- bzw. Anwesenheit dieses Rheumafaktors ist jedoch kein ausreichender Beweis für eine Erkrankung bzw. Nichterkrankung, sondern nur ein Hinweis darauf, dass es sich um eine rheumatische Erkrankung handeln könnte.

Ich habe öfter Schmerzen im Rücken und den Gelenken – Habe ich vielleicht Rheuma?

Eine genaue Antwort hierauf erhält man nur nach einem Besuch bei einem rheumatologischen Facharzt. Dieser wird anhand der Krankengeschichte und verschiedener körperlicher Untersuchungen herausfinden können, ob eine rheumatische Erkrankung Ursache für die Beschwerden ist. Grundsätzlich leidet nicht jeder Mensch, der Rückenschmerzen hat, unter einer rheumatischen Erkrankung. Ebenso wenig muss sich eine rheumatische Erkrankung von Beginn an durch Schmerzen bemerkbar machen.

Ich habe Rheuma, muss ich damit rechnen, irgendwann im Rollstuhl zu sitzen?

Keineswegs, denn die verschiedenen rheumatischen Erkrankungen werden von der Medizin immer besser erforscht. Dies bedeutet für jeden Patienten immer bessere Therapiemöglichkeiten. Doch auch man selbst kann dazu beitragen, lange mobil und fit zu bleiben, trotz Rheuma: Achtet man auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung, lässt sich der Krankheitsverlauf vieler rheumatischer Erkrankungen aufhalten bzw. positiv beeinflussen.