Diagnose und Symptome

Grundsätzlich muss man sagen, dass es die Diagnose Rheuma als solches nicht gibt. Es lassen sich jedoch verschiedene Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis diagnostizieren, die im Volksmund unter dem Begriff Rheuma zusammengefasst werden. Rheumatische Erkrankungen gehen mit Verschleißerscheinungen und Schmerzen an den Gelenken einher, die in der Folge zu chronischen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.

Eine ausführliche Anamnese

Als Grundlage für die gesicherte Diagnose Rheuma ist eine umfassende Anamnese, also die Erhebung der Krankengeschichte des Patienten, wichtig. Der Patient sollte im Gespräch mit dem Facharzt die auftretenden Beschwerden hinsichtlich Lokalisation, Intensität und Dauer möglichst genau beschreiben können.

Rheuma Diagnosea

Rheuma Diagnosea

Ebenfalls sollte er auch unspezifische Symptome, wie etwa unerklärliche Gewichtsveränderungen, Entzündungen, Hautreaktionen und Fieber im Gespräch mit dem Arzt erwähnen. Vielfach werden diese Symptome nicht sofort mit Rheuma in Verbindung gebracht, können jedoch Symptome für eine rheumatische Erkrankung sein. Ebenfalls wichtig für die eindeutige Diagnose ist das Erwähnen von Vorerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen, die bereits im familiären Umfeld des Patienten aufgetreten sind.

Gründliche körperliche Untersuchungen

Die körperliche Untersuchung umfasst unter anderem ein gründliches Abtasten des Arztes der betroffenen Gelenke sowie das Überprüfen deren Beweglichkeit. Eventuell werden auch Veränderungen der inneren Organe oder entzündete Hautbereiche näher begutachtet. Auch bildgebende Verfahren kommen bei der Diagnose zum Einsatz. Hierbei kann es sich beispielsweise um Ultraschall, Röntgen oder eine Kernspintomographie handeln. Hierdurch können Veränderungen an den Weichteilen, Knochen und Gelenken sowie Entzündungen sichtbar gemacht und genauer beurteilt werden.

Eine große Rolle bei der Diagnosefindung spielen auch Blutuntersuchungen. Durch diese lassen sich Entzündungsreaktionen im Körper des Patienten nachweisen. Bei diesen Blutuntersuchungen werden bestimmte Werte ermittelt, die bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreises üblicherweise vom Normwert abweichen. Hierzu gehören bestimmte Proteine im Blut, die Geschwindigkeit der Blutkörperchensenkung und die Anzahl an weißen Blutkörperchen, also die Leukozyten. Zudem lässt sich unter Umständen ein sogenannter Rheumafaktor im Blut sowie das Auftreten charakteristischer Autoantikörper im Blut des Patienten nachweisen, die Hinweise auf eine rheumatische Erkrankung geben können.

Typische Symptome einer rheumatischen Erkrankung

Typische Anzeichen für eine rheumatische Erkrankung sind charakteristische rheumatische Schmerzen, über die der Patient vor allem in Ruhezeiten geklagt und die sich in der zweiten Nachthälfte besonders bemerkbar machen. Es verwundert daher nicht weiter, dass viele Rheumapatienten über Schlafstörungen und einen unbefriedigenden Schlaf klagen. Durch Bewegung lässt sich der rheumatische Schmerz in der Regel zumindest teilweise bessern. Für eine rheumatische Erkrankung spricht zudem eine länger anhaltende Steifigkeit der Gelenke am Morgen. Wenn die Gelenke von der rheumatischen Erkrankung betroffen sind, kann es zudem zu Schwellungen an den Gelenken kommen, die bis zur Ausbildung eines Gelenkergusses führen können, was eines der deutlichsten Zeichen für eine rheumatische Entzündung ist.