Rheuma – Was ist Rheuma?

Allein im deutschsprachigen Raum leiden Millionen Personen unter Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, im allgemeinen Sprachgebrauch auch kurz als Rheuma bezeichnet. Der Begriff entstammt dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie ziehender oder reißender Schmerz. In der Medizin werden rheumatische Erkrankungen zwischen entzündlichen und degenerativen Formen unterschieden.

Was ist Rheuma?

Was ist Rheuma?

Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um die häufigste Form des entzündlichen Rheumatismus. Bei dieser Krankheit ist das Immunsystem, also die körpereigene Abwehr, fehlgesteuert und greift das eigene Gewebe und die eigenen Gelenke an. Aus diesem Grund ist diese Form des Rheumatismus auch in den Bereich der Autoimmunerkrankungen einzuordnen. Von Rheuma betroffen sind Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Die landläufige Meinung ist, dass nur ältere Personen von rheumatischen Erkrankungen betroffen sind. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Fakt ist, dass auch jüngere Personen und sogar Kinder von verschiedenen Krankheitsformen aus dem rheumatischen Formenkreis betroffen sein können.

Bisher konnten die Ursache für das Auftreten einer rheumatoiden Arthritis nicht vollständig geklärt werden. Die Medizin nimmt jedoch an, dass Zusammenhänge zwischen autoimmunologischen Prozessen, also Vorgängen, die gegen das körpereigene Gewebe gerichtet sind, und genetischen Faktoren bestehen. Trotz der fortschrittlichen medizinischen Möglichkeiten der heutigen Zeit ist Rheuma nach wie vor nicht heilbar. Jedoch lassen sich die Symptome durch verschiedene Therapieansätze deutlich abschwächen.

Wie macht sich Rheuma bemerkbar?

In den meisten Fällen tritt Rheuma spiegelbildlich an den gleichen Gelenken auf. Verspürt der Betroffene beispielsweise Schmerzen in den Hüften, dann sind beide Körperhälften davon betroffen. Bei Rheuma handelt es sich um eine progressive Erkrankung, das heißt, dass im Laufe der Zeit immer mehr Gelenke von den entzündlichen Prozessen betroffen sind und sich in der Folge mehr und mehr verformen.

In seltenen Fällen können auch Organe von Rheuma betroffen sein, wie beispielsweise die Lunge, das Herz, die Haut oder die Augen. Wenn Rheuma mehr als fünf Gelenke betrifft, spricht die Medizin von einer chronischen Polyarthritis. Da sich das Rheuma in aller Regel auf immer mehr Gelenke ausweitet, mündet fast jede rheumatoide Arthritis irgendwann in eine Polyarthritis.

Wie häufig ist Rheuma?

Besonders häufig beginnt Rheuma bei Männern zwischen dem 65. und dem 75. Lebensjahr. Bei Frauen beginnen typische rheumatische Symptome in den meisten Fällen zwischen dem 55. und dem 64. Lebensjahr.

Bis heute ist es der Medizin nicht gelungen, die verschiedenen rheumatischen Erkrankungen vollständig zu erforschen, jedoch können immer wieder Fortschritte bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen erzielt werden, durch die die Lebensqualität der Betroffenen deutlich gesteigert werden kann.